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Grafschaft Hoya
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Alte Bände ziehen nach Nienburg um

21-01-10 15:04
Alter: 231 days


VON: S.DENKER


Kategorie: Bürgerservice, Startseite

Heirats-, Sterbe und Geburtenstatistik



Einwohner der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, die Ahnenforschung betreiben, müssen bald bis nach Nienburg fahren, wenn sie ihren Familienstammbaum komplettieren möchten. Das Hoyaer Standesamt muss seine ältesten Personenstandsbücher an das Kreis- und Stadtarchiv an der Verdener Straße 24 abgeben. Das älteste Buch stammt aus dem Jahr 1874.

Unter die gesetzlich vorgeschriebene Abgabe fallen Geburtenbücher der Jahre 1874 bis 1899, Bücher über Eheschließungen der Jahre 1874 bis 1929 und die Listen der Verstorbenen von 1874 bis 1979. „Ich bin dabei, eine Übergabeliste zu erstellen“, erklärt Standesbeamtin Stefanie Denker, die häufig Anfragen von Personen bekommt, die nach ihren Vorfahren forschen – auch aus dem Ausland. Ab dem Jahr 1900 habe sie aber alle Nachschlagewerke in Hoya, erklärt Denker, die auch die Statistik des Standesamts offen legte.

 
120 Frauen und Männer hatte das Hoyaer Standesamt 2009 „unter die Haube“ gebracht, davon 42 Paare im Rathaus, 16 in der Martinskirche und zwei in Busch‘ens Mühle in Nordholz.
Laut der Statistik entschlossen sich sechs Paare für eine getrennte Namensführung und bei 50 Eheschließungen übernahm die Braut den Namen ihres Bräutigams. Nur vier Männer nahmen den Familiennamen ihrer Gattin an. Das Durchschnittsalter der Bräutigame liegt bei 40 Jahren. Der älteste war 67, der jüngste 24. 37 Jahre waren die Bräue im Schnitt alt, wobei die jüngste 18 Lenze zählte und die älteste 60. 19 der 60 Paare verzichteten bei der Eheschließung auf Trauzeugen.


Am 9. September 2009, vermählten die Mitarbeiter des Standesamts fünf Paare. Für den 20. Oktober 2010 habe sich laut Denker noch niemand angemeldet, wohl aber gebe es eine Anfrage für den 10. Oktober.
Der September 2009 steht in der Statistik mit neun Trauungen als beliebtesten Heiratsmonat dar. Den Angaben zufolge war der Freitag der meistgewählte Trautag (18), nur drei Gespanne verließen das Rathaus am Montag als Ehepaar.


78 Prozent aller Eheschließenden stammen aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, 19 Prozent aus der näheren Umgebung (darunter vier aus Weyhe und zwei aus Eystrup/Hassel) und sieben Prozent stammen aus weiter entfernten Orten wie Hamburg (zwei) und Düren (zwei).
Auch Auszüge aus dem Sterbe- und Geburtenregister gab Standesbeamtin Stefanie Denker preis. 62 Personen starben Zuhause und nicht im Krankenhaus, und ein Kind kam per Hausgeburt in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya zur Welt. Die meisten der 75 Hoyaer Kinder nahmen ihren ersten Atemzug im Bassumer Krankenhaus (19). 17 erblickten im Nienburger Hospital das Licht der Welt und 15 wurden in Verden geboren. Eine Hoyaerin gebar ihren Sprössling in England.

 

Quelle: Kreiszeitung








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