Grafschaft Hoya

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Sie sind hier: Rathaus & PolitikGrafschaft im ÜberblickMitgliedsgemeindenGemeinde Eystrup

Gemeinde Eystrup

Wappen der Gemeinde EystrupBürgermeister: Manfred Ernst
Einwohner: ca. 3.400
Fläche: 24,05 km²

Geschichte der Gemeinde Eystrup

Die Kirche zu Eystrup wird erstmalig 1179 in einer Urkunde genannt. Nach Meinung von Baufachleuten könnten sowohl das Turmgewölbe als auch die Fundamentsteine aus dieser Zeit stammen. Das Kirchenschiff datiert in das 16. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert renoviert und erweitert. Im Verlauf des Schmalkaldischen Krieges fand am 23. Mai 1547 in der Nähe von Drakenburg eine Schlacht statt, in der die evangelischen Truppen unter Graf Mansfeld das katholische Heer des Herzogs Erich von Calenberg besiegten. Ein später auf dem Eystruper Friedhof aufgefundenes Massengrab wird mit diesem Ereignis in Verbindung gebracht, weil es zwischen Eystrup und Hassel zu einem Zusammenstoß einzelner Truppenteile der feindlichen Seiten gekommen war.

Im Jahr 1848 fand in Eystrup eine Volksversammlung für die gesamte Umgebung einschließlich Verden und Nienburg statt, die wahrscheinlich von dem späteren Präsidenten der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, Dr. Friedrich Lange aus Verden, einberufen wurde.

Die damalige Verbundenheit Eystrups mit Wissenschaft und Forschung wird z. B. durch einen Besuch Gregor Mendels (Mendelsche Vererbungslehre) bei dem Eystruper Bienenforscher Dahte unterstrichen.

Mitten in Eystrup steht auf einer kleinen Anhöhe eine Turmholländer-Windmühle mit Galerie namens „Margarethe". Sie wurde 1861 erbaut und ist mit einem Motor- und zwei Windmahlgängen noch weitestgehend funktionstüchtig. Gemahlen wird allerdings nur noch zur Demonstration bei besonderen Gelegenheiten. Betreut wird die Mühle vom Verein „Eystruper Mühlenfreunde e.V." Mitglieder des Vereins übernehmen auf Wunsch Mühlenführungen. Seit 2003 gibt es in der Mühle ein Trauzimmer.

Zur derzeitigen Situation ist zu erwähnen, dass der Bahnhof in Eystrup mit dem wiederbelebten Güterumschlag eine der Hauptlebensadern in der Samtgemeinde bildet. Besondere Bedeutung kommt dem Bahnhof auch wegen der vielen Pendler/-innen zu, die mit der Bahn besonders schnell und preisgünstig in die Ballungsgebiete sowohl von Bremen als auch von Hannover gelangen können. Durch Baumaßnahmen auf dem Bahnhofsvorplatz mit "Park&Ride" und im Bahnhofsgebäude wird dies noch attraktiver gestaltet werden.